Unter dem Vulkan

Von Wojciech Tuleya

Möglicherweise expandiert das Universum andauernd, aber der Kosmos von Adam Patrzyk ist schon vor langem auf sichere Ausmaße geschrumpft. Der Horizont des Seins wird von der Fläche seiner Junggesellenwohnung bestimmt. In diesen Grenzen korrigiert Adam die Schöpfung.

Adam Patrzyk
Adam Patrzyk Adam Patrzyk

Er malt langsam. Er will die Fehler vermeiden, die aus der Eile resultieren. Seine Kunst ist ein idealistisches Projekt, für das ganze Leben geplant.

Adam Patrzyk

Patrzyk baut seine Welt fleißig und behutsam auf. Eine Welt ohne Fehler, eine berechenbare. Ein Reservat, zu dem der Mensch keinen Zutritt hat, weil er für es die größte Gefahr darstellt. Da gibt es keine breaking news, keine ausufernden Flüsse, sogar keine platzenden Rohre.

Adam Patrzyk

Das Element Wassers wurde in der Badewanne und im Waschbecken bezwungen. Etwas Beunruhigendes spielt sich aber hinter der Linie des Horizonts, in der weiten Perspektive leerer Plätze ab. Aber an den Wänden des Zimmers sehen wir lediglich Scheine von irgendwelchen entfernten Feuern. In der Welt unter dem Vulkan hat Adam sein Asyl in der Kunst gefunden. Und geduldig vermalt er sich den Ausgang.



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